Bürgerforum stieß auf gute Resonanz

Am vergangenen Dienstagabend fand das erste Bürgerforum, bisher als Bürgerver-sammlung bekannt, statt. Über 170 Steißlinger Bürgerinnen und Bürger fanden sich dazu in der Seeblickhalle ein.

Davon kamen über 40 Personen extra früher, um der fachmännischen Einweisung des neu angeschafften Defibrillators durch das DRK und die DLRG beizuwohnen. Dieser ist im Eingangsbereich der Volksbank öffentlich zugänglich und soll im Ernstfall dazu beitragen, Leben zu retten. Weitere Geräte sind im Rathaus und den Sporthallen deponiert.

 

Bürgermeister Mors erläuterte anschließend den Anwesenden die aktuellen und zukünftigen Themenschwerpunkte der Arbeit der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates. Diese wurden im Rahmen der kürzlich statt gefundenen Klausurtagung erarbeitet und besprochen.

 

In Steißlingen gibt es deutlich mehr Wohnungsinteressenten bzw.  Bauinteressierten, wie es Immobilien bzw. Bauplätze gibt. Das Thema Erweiterung Tal wurde genauso angesprochen, wie auch das Interesse der Gemeinde, die innerörtliche Bebauung zu fördern durch ein Programm der Städtebauförderung. Das heißt, durch Erweiterungen oder Sanierungen von vorhandenen Grundstücken bzw. Gebäuden weiteren Wohnraum im Ortskern zu schaffen.

 

Weiterhin ein Thema ist die Natur, Umwelt und Erholung in Steißlingen. Als Beispiel wurde über die Zukunft einer größeren Grünfläche, im Bereich hinter der Feuerwehrstraße nachgedacht. Vielen ist diese Fläche unter dem Namen „Niederwiesen“ bekannt. Für dieses Projekt ist eine umfassende Beteiligung der Bürger geplant, damit der Grünbereich möglichst vielen Bedürfnissen gerecht werden kann.

 

Des Weiteren wurde die Idee einer Bürgerstiftung angesprochen, wodurch zukünftig die Steißlinger Bevölkerung künftig eigene Themenschwerpunkte selbst angehen kann. Eine starke Bürgerschaft kann somit viel für die Allgemeinheit und die Verfolgung von speziellen Interessen erreichen. Anregungen dazu kamen bereits aus den Reihen der Bürger selbst und beschäftigten auch den Gemeinderat bei der Klausurtagung.

 

Erfreulich war, dass die Jugendvertreter mit dabei waren. Dies ist ebenfalls Bürgerbeteiligung!

 

Ein Thema, das sehr viele interessierte, war das Thema Verkehr in und durch Steißlingen, insbesondere der Verkehrslärm entlang der Ortsdurchfahrt Orsinger und der Singener Straße. Hierzu hatte die Gemeinde Herrn Wolfang Wahl vom Büro Rapp Trans AG, Freiburg, eingeladen. Das Planungsbüro, das u.a. für die Erstellung von Lärmaktionsplanungen spezialisiert ist, wurde beauftragt für Steißlingen einen freiwilligen Lärmaktionsplan zu erstellen. In diesem werden die Auswirkungen von verschiedenen lärmmindernden Maßnahmen dargestellt und bildet eine rechtliche Grundlage z.B. für Fahrverbote oder Geschwindigkeitsreduzierungen. So sind verkehrsbeschränkende Maßnahmen, die ohne Abwägungsfehler in einem Lärmaktionsplan festgelegt wurden, für die Straßenverkehrsbehörde bindend.

 

Die vorhandenen bzw. bereits ermittelten Lärmkartierungen mit den entsprechenden Lärmbelastungen wurden den Bürgern anhand von aussagekräftigen Schaubildern erläutert. Dieses Thema stieß auf großes Interesse, auch die möglichen vorgestellten daraus resultierenden Maßnahmenvorschläge wurden nach der Veranstaltung noch intensiv diskutiert. Die Umsetzung und das weitere Vorgehen wurden sehr verständlich von Herrn Wahl erläutert. Die Gemeinde hat ein großes Interesse daran, dass es mit diesem Lärmaktionsplan und den daraus resultierenden Ergebnissen zukünftig für die Anwohner spürbare Erleichterungen geben wird.

 

Im zweiten Teil hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an Informationstischen zu den vier Themenblöcken Wohnen, Verkehr, Starke Bürgerschaft, sowie Umwelt und Naturschutz gegenseitig auszutauschen und in direktem Kontakt mit den anwesenden Gemeinderäten und Verwaltungsspezialisten zu diskutieren bzw. Fragen zu stellen. Dieses Angebot wurde gerne genutzt.

 

Für die Erfrischungen nebenbei sorgte der Kirchenbauverein St. Remigius, dessen Erlös dient der Sanierung der St. Konrad-Kapelle in Wiechs.

 


Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Oktober 2019

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