Sechs Gemeinderäte verabschiedet

Verabschiedung der Gemeinderäte
In der Gemeinderatssitzung am Montag verabschiedete Bürgermeister Mors sechs ausscheidende Gemeinderäte. Er nutzte die Gelegenheit, auf eine „arbeitsintensive, weichen stellende und erfolgreiche Legislaturperiode“ zurück zu blicken. „In den letzten 5 Jahren hat sich die Gemeinde Steißlingen weiter zukunftsfähig entwickelt“, so der Bürgermeister. Gesellschaftliche Veränderungen haben neue Aufgaben hervorgebracht, wie z. B. im Schulbereich, bei der Kinderbetreuung sowie in der Digitalisierung. Er betonte, dass im Gremium sehr viel geleistet und erreicht wurde.

Bürgermeister Mors beschrieb kurz das Amt eines Gemeinderates und würdigte das Engagement und die Arbeit jedes Gemeinderatsmitgliedes. Gemeinderat zu sein bedeute, Demokratie auf der untersten Ebene zu praktizieren, sich für andere Menschen zu engagieren, das Gemeinwohl über die einzelnen Interessen zu stellen und viele Stunden Freizeit zu opfern. Für manche Entscheidungen im Gemeinderat ernte man nicht nur Dank, sondern auch Kritik. Dennoch hatten sich alle anwesenden Gemeinderäte dafür entschieden, Verantwortung für die Zukunft einer Gemeinde zu übernehmen. Das Allgemeinwohl war stets die Leitlinie für die Entscheidungen.

 

Nach einem kurzen Rückblick auf die umfangreichen und erfolgreich abgeschlossenen Projekte und Maßnahmen der letzten Amtsperiode verabschiedete Bürgermeister Mors sechs Mitglieder des Gemeinderats mit persönlichen Worten:

 

Katrin Mattes gehörte von 2014 – 2019 dem Gemeinderat an. Vor 5 Jahren wurden sie in das Gremium gewählt. Trotz einem besseren Ergebnis als bei der Wahl 2014 reichte die Stimmenzahl für eine Wiederwahl leider nicht aus. Ihr Augenmerk galt besonders dem Bereich der Kinderbetreuung, Schule sowie Musikschule. Nicht umsonst gehörte sie dem Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Soziales sowie dem Kindergartenkuratorium an. Auch war sie als Mitglied des Partnerschaftskomitees tätig.

 

Daniel Kuppel gehörte ebenfalls von 2014 – 2019 dem Gemeinderat an. Vor 5 Jahren wurde er mit 25 Jahren als jüngstes Mitglied in das Gremium gewählt. Auch Herr Kuppel hat ganz bestimmte Stärken und Neigungen, die er hier in das Gremium verstärkt mit einbringen konnte. Hier sei das Stichwort „Digitalisierung und neue Kommunikation“ genannt. Als Fraktionsvorsitzender war er das Sprachrohr der der gemeinsamen Wählerliste aus SPD und Grünen. Er war Mitglied des Technischen- und Umweltausschusses sowie des Werkausschusses, der ihm die Möglichkeit gab, sein technisches Wissen einzubringen. Herr Kuppel konnte sich aus beruflichen Gründen nicht mehr der Wiederwahl stellen.

 

Dorothea Wehnger war ebenfalls von 2014 – 2019 im Gemeinderat. Auch sie stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl für den Gemeinderat, da sie aufgrund ihrer anderen Mandate zeitlich sehr eng eingeschränkt ist. Bei der Landtagswahl 2016 hat sie das Direktmandat im Wahlkreis Singen geholt und wurde dadurch die erste grüne Landtagsabgeordnete für diesem Wahlkreis. Zudem ist sie seit 2 Wahlperioden Mitglied im Kreistag des Landkreises KN. Für die dritte Periode wurde sie vor kurzem wiedergewählt. In der Zeit ihres Wirkens im Steißlinger Gemeinderat war sie Mitglied im Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Soziales sowie gehörte dem Kindergartenkuratorium an. Auch sie war Mitglied des Partnerschaftskomitees. Schaut man sich ihre Funktionen als Landtagsabgeordnete an, so stellt man einige Parallelen fest: Sie ist Stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Europa und Internationales, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Integration sowie Sprecherin für Frauen, Kinder und Familie der Fraktion GRÜNE im Landtag. Entsprechend ihrer beruflichen Vorbildung (Erzieherin, Kindergartenleiterin, Jugendreferentin) setzte sich Frau Wehinger insbesondere für unsere Betreuungseinrichtungen und für die Jugend ein.

 

Dr. Manfred Lieser gehörte ebenfalls von 2014 – 2019 dem Gemeinderat an. Während dieser Periode konnte er aufgrund der Nichtzugehörigkeit zu einer Fraktion nicht Mitglied eines Ausschusses sein. Sein fachliches Wissen und seine praktischen Erfahrungen im Natur- und Tierschutz war umso mehr eine Bereicherung für das Gesamtgremium. Nicht vorgefasste Meinungen, sondern eine gute Lösung im ökologischen Sinne war für ihn wichtig. Er meldete sich nicht zu jedem Tagesordnungspunkt, sondern dann, wenn er etwas beizutragen hatte.

 

Irma Scherr war von 2009 – 2019 Mitglied des Gemeinderats und hat somit 2 Perioden dieses Ehrenamt ausgeführt. Sie hat in diesen 10 Jahren im Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Soziales mitgewirkt und dort ihre sozial ausgeprägten Stärken eingebracht. Zudem war Sie Mitglied von 2009 – 2014 im dem Kindergartenkuratorium. Frau Scherr hatte besonderes Interesse an der Gemeinderatsarbeit. So war sie des Öfteren Gast in anderen Ausschüssen, um sich intensiv mit den anstehenden Beschlüssen im Gemeinderat zu informieren. Im Gremium selbst war es ihr ein besonderes Anliegen, dass vornehmlich eine sachliche Debatte vorherrschte und fair miteinander umgegangen wurde.

 

Michael Weinmann war von 2009 – 2019 Mitglied des Gemeinderats und hat damit ebenfalls 10 Jahre ehrenamtlich gewirkt. Michael Weinmann hatte im Gremium stets eine Meinung, einen Standpunkt und eine gradlinige Auffassung. Manchen Vorschlägen stand er auch kritisch gegenüber. Mit seiner eigenen Überzeugung hielt er nicht hinterm Berg, was auch zu kontroversen Auseinandersetzungen und Diskussionen führte. Durch seine konstruktiven Beiträge konnten aber auch bessere Lösungen gefunden werden. Durch seine berufliche Tätigkeit war er im Dorf stets Ansprechpartner für viele Bürgerinnen und Bürger und konnte deren Anliegen in den Gemeinderat einbringen. Michael Weinmann war von 2009 – 2014 Mitglied im Werkausschuss und von 2014 - 2019 Mitglied des Verwaltungs- und Finanzausschusses. Sein besonderes Engagement galt auch der Partnerschaft mit St. Palais sur mer. Seit Beginn seiner Gemeinderatstätigkeit war er Mitglied im Partnerschaftskomitee.

 

Christian Herz war zunächst eine Legislaturperiode, von 2004 – 2009, Mitglied des Gemeinderats. Danach hatte er 10 Jahre lang das Amt als Ortvorsteher des, wie er selbst stets betont, schönsten Ortsteils von Steißlingen, namentlich „Wiechs“ inne. Zuvor war er auch 5 Jahre lang Mitglied des Ausschuss für Kultur, Sport und Fremdenverkehr sowie des Werkausschusses. Die offizielle Verabschiedung und Ehrung von Herrn Herz als Ortsvorsteher wird in der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrats am 03.07.2019 stattfinden.

 

Bürgermeister Mors bedankte sich bei allen sechs Gemeinderäten für die geleistete Arbeit sowie die gute, konstruktive Zusammenarbeit im Gremium und mit der Verwaltung und überreichte zum Dank je eine Luftaufnahme der Gemeinde Steißlingen und je ein persönliches Abschiedsgeschenk. Die ausscheidenden Gemeinderäte bedankten sich jeweils mit einer kleinen Ansprache an die verbliebenen sowie neuen Gemeinderäte und wünschten ihnen stets gute, sachliche Debatten und Entscheidungen sowie eine gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

 

 

Ehrenstehlen des Gemeindetags überreicht

Im Anschluss wurden mehreren Gemeinderäten eine besondere Ehrung des Gemeindetages Baden-Württemberg zuteil. Für ihre 25-jährige kommunalpolitische Tätigkeit wurden Klaus Hettesheimer und Willi Streit mit der gläsernen Stehle und der Ehrennadel in Gold des Gemeindetages ausgezeichnet. Für 20 Jahre Tätigkeit im Gremium wurde anschließend die Gemeinderäte Hugo Maier, Regina Renz und Arnold Zimmermann mit der gläsernen Stehle des Gemeindetags und der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Anschließend überreichte er je eine gläsernen Stehle des Gemeindetags und der Ehrennadel in Bronze für 10 Jahre Tätigkeit im Gemeinderat an Stefan Maier und den scheidenden Gemeinderäte Irma Scherr, Dorothea Wehinger, Dr. Manfred Lieser und Michael Weinmann.

 

 

 

 

 

 


Veröffentlicht am Donnerstag, 6. Juni 2019

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.