Umbau, Sanierung und Erweiterung Katholisches Kinderhaus St. Elisabeth

Außenansicht Kinderhaus St. Elisabeth
Am gestrigen Dienstag fand in den neuen Räumlichkeiten des Kinderhauses St. Elisabeth ein Pressetermin zur Eröffnung des neuen Kinderhauses statt.

Nach der Begrüßung und der Segnung des Hauses durch Pfarrer Ruf und Gemeindeassistentin Frau Tutuianu sprach auch Bürgermeister Mors seine Glückwünsche aus. Er überreichte ein Bobby-Car, mit dem die neugestaltete Bobby-Car-Rennstrecke im Außenbereich hoffentlich bald von kleinen Fahrern eingenommen wird. Die anschließende Führung durch das Kinderhaus übernahmen die Kindergartenleitung, Frau Eisenhardt, sowie Architekt Nägele.

 

Nach einer Bauzeit von 19 Monaten werden momentan die letzten Baumaßnahmen am Katholischen Kinderhaus St. Elisabeth im Innenbereich abgeschlossen. Bereits im März hatten die zwei Gruppen, die während der Bauphase im Schulgebäude untergebracht waren, die Räumlichkeiten bis zur Covid-19-bedingten Unterbrechung bezogen. Zwischenzeitlich konnten auch die Einrichtungen aus den anderen Interimsquartieren wieder zurückgeführt und eingeräumt werden, sodass einer vollständigen Inbetriebnahme nach Corona nichts mehr im Wege steht.

 

Der Entwurf des Architekturbüros Solar-System-Haus GmbH wurde 2018 ausgewählt. In Abstimmung mit Bauherrschaft, Kindergartenteam, Gemeinde und beratenden Fachleuten wurde die Entwurfsplanung weiter ausgearbeitet und verfeinert bis die optimale bauliche Umsetzung für ein zeitgemäßes, modernes pädagogisches Konzept stand.

 

Die Gesamtkosten belaufen sich nach Einholung der letzten Angebote auf 3,8 Millionen Euro. Davon trägt die Gemeinde Steißlingen rund 90 %. Der Rest wird durch die Seelsorgeeinheit Mittlerer Hegau und durch die Erzdiözese Freiburg getragen.  

 

Die umfangreiche Baumaßnahme hatte im Oktober 2018 mit dem Abbruch des ehemaligen Schwesternhauses begonnen. Fristgerecht konnte noch vor dem Jahreswechsel 2018/19 das Richtfest für den Neubau des zweistöckigen Krippenhauses gefeiert werden. Auch im Bereich des Bestandgebäudes wurden zusätzlich Räumlichkeiten angebaut und ergänzt. Um Kosten und Ressourcen zu sparen wurde sorgfältig geprüft, welche Teile der Bausubstanz erhalten und weiter genutzt werden können. Die erhaltenswerten Gebäudeteile wurden bis auf den Rohbau entkernt und neu aufgebaut.

 

Bei der gesamten Baumaßnahme wurde großer Wert auf die Verwendung von baubiologisch unbedenklichem Material gelegt. Die Wand- und Deckenflächen wurden mit einer sehr emissionsarmen, diffusionsoffenen Innenfarbe gestrichen.

 

Der Schallschutz im Innenbereich wurde nach den Empfehlungen der beteiligten Bauphysikerin nachhaltig verbessert.

 

Das Gebäude wird nun durch eine Wärmepumpe über die Fußbodenheizflächen beheizt. Alle Räume wurden mit modernen Frischluftanlagen mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Sanitäranlagen und Wickelräume wurden nach den neuesten Erkenntnissen und gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Die Elektroinstallationen wurde komplett erneuert und die Beleuchtung auf dimmbare, energieeffiziente LED-Technik umgestellt.

 

Durch den Einbau einer Mensa mit Küche und einer leistungsstarken Gastro-Spülmaschine wurden die Voraussetzungen für das Ganztagesangebot vervollständigt.

 

Momentan befindet sich die Erneuerung des Außenspielbereiches noch in der Umsetzung. Die vollständige Fertigstellung der Maßnahme ist auf Anfang Juni 2020 geplant. Durch die Neuanlage des Außenbereichs wurde auch die Parkplatzsituation für das Personal verbessert und neue Parkplätze geschaffen.

 

Zusätzlich zu den baulichen Veränderungen gibt es auch konzeptionell tiefgreifende Veränderungen: Es geht von der Arbeit in Stammgruppen hin zur gruppenübergreifenden Arbeit. Das Team wurde im Hinblick der konzeptionellen Weiterentwicklung über 1,5 Jahre von einer externen Fachkraft aus dem Marianum in Hegne begleitet und unterstützt. Die Themen „individuelle Förderung jeden Kindes“, „der sichere Hafen und trotzdem erlebbare Freiheit“ waren hierbei immer die Grundlage. So wurde das Konzept an die heutige Zeit und das heutige Bild vom Kind angepasst.

 

Die Erweiterung des Ganztagesbetriebs mit dem Angebot des warmen Mittagessens macht im ganzen Haus deutlich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit erweiterten Öffnungszeiten erstrebt wird. Mit der Umbenennung zum Kath. Kinderhaus St. Elisabeth Steißlingen steht das Haus für eine kinder- und familienfreundliche Bildungseinrichtung. Durch die Erweiterung um eine Kindergarten- und eine Krippengruppe, Schlafräume, eine Mensa, Sozialräume und einen Wickelbereich ist das neue Kinderhaus St. Elisabeth für die Zukunft gut gerüstet.

 

Das Kindergartenteam, die Eltern und vor allem die Kinder freuen sich über die großzügigen neuen Räumlichkeiten und fiebern der vollumfänglichen Wiedereröffnung entgegen. Ein richtiges Einweihungsfest wird es natürlich auch geben – möglicherweise im Herbst, wenn es dann die allgemeine Situation zulässt.

 


Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Mai 2020

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