Das Kreisforstamt informiert: Hinweis nach § 68 Landeswaldgesetz (LWaldG) zur Borkenkäferbekämpfung

Das Landratsamt Konstanz, Kreisforstamt weist darauf hin, dass nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes und des Pflanzenschutzgesetzes die Waldbesitzer verpflichtet sind, zur Abwehr von Waldschäden, insbesondere der Ausbreitung von Borkenkäfern, folgende Maßnahmen durchzuführen:
  • sofortige Aufarbeitung der vom Käfer befallenen Bäume
  • Aufarbeitung von sturmgeschädigten Bäumen, sie werden sonst zu attraktivem Brutmaterial
  • zügige Abfuhr der eingeschlagenen Hölzer

Zur Ausführung dieser Maßnahmen setzt das Kreisforstamt gem. § 68 Abs. 1 LWaldG Frist bis spätestens 30.04.2018.

Für weitere Informationen können sich Privatwaldbesitzer an die zuständigen Forstrevierleiter wenden. Sofern sie zur Durchführung der Arbeiten nicht selbst in der Lage sind, kann das Forstamt diese gegen Kostenersatz selbst ausführen oder Unternehmer vermitteln. Bei Nichtbeachtung dieses Hinweises müssen Waldbesitzer mit einer forstaufsichtlichen Anordnung rechnen, deren Umsetzung kostenpflichtig erzwungen werden kann.

Folgende Merkmale deuten auf einen Befall mit Borkenkäfern hin:

1."Spechtspiegel" unterhalb der Krone; das sind Stellen an der Baumrinde, an denen der Specht die äußere Rindenschicht weggehackt hat, um an die Borkenkäfer, die in der Rinde sind, heranzukommen.

2.Abblätternde Rindenteile; auf der Innenseite der Rinde sind Fraßgänge sichtbar. Teilweise kann man hier auch Larven oder Käfer finden, die in der Rinde überwinterten.

3.Vergilben und anschließende Rötung der Nadeln bzw. der Baumkronen.

Über die gesetzte Frist hinaus ist es notwendig, dass die verbleibenden Bäume im Bereich von Befallsherden durch den Waldbesitzer regelmäßig auf Käferbefall hin kontrolliert werden. Die betroffenen Bäume müssen dann sofort eingeschlagen, entrindet und entseucht werden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.