St. Konrad-Kapelle in Wiechs

Die St. Konrad-Kapelle in Wiechs
Die Kapelle wurde in der heutigen Form von Pfarrer Johann Neidhart in den Jahren 1717/1718 erbaut. Sie beherbergt die kostbare Figur des hl. Konrad mit Kelch aus dem Jahre 1440.

Das Dorf Wiechs wird in kirchlicher Hinsicht erstmals 1360 erwähnt und als Tochtergemeinde von Steißlingen bezeichnet. Von einer früheren gotischen Kapelle sind damals nur noch Reste vorhanden: Der Eingang zur heutigen Sakristei läßt einen gotischen Spitzbogen und zwei in Stein gehauene Wappen aus der Zeit um 1475 deutlich erkennen.   Es ist das Allianzwappen des Conrad von Homburg und seiner Ehefrau Eva (Ursula) von Wembdingen.

Eine bedeutsame Veränderung erfuhr die Wiechser Kapelle in den Jahren 1717/18. Neben der Betreuung der Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz  und der üblichen Seelsorge in der Pfarrei Steißlingen hatte Pfarrer Neidhart die Aufgabe, die Kapelle in der Filialgemeinde Wiechs neu zu erbauen. In einer Urkunde vom 19. Januar 1717 erlaubte Generalvicar Josef Ignaz von Bildstein im Auftrag des Bischofs Johann Franz von Stauffenberg, dass die Kirche des hl. Conrad in Wiechs erweitert, der Altar zerstört und an geeignetem Platz drei neue Altäre aufgebaut werden.   In e

Am 16. Mai 1718 konsekrierte Conrad Ferdinand von Wildegg (Weihbischof in Konstanz 1692 - 1722) die Kirche in Wiechs mit drei Altären. Den ersten zu Ehren der hl. Conrad und Johann Baptist, den zweiten zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria, des hl. Johannes Evangelist und Antonius von Padua, den dritten zu Ehren der hl. Josef, Franz  Xaver und Johannes Nepomuk. In den Aläten wurden eingeschlossen die Reliquien der hl. Märtyrer Justus, Benidictus und Fortunatus.

Diese geräumige Kapelle mit einem Flächenmaß von 152 m² ist bis heute in einem guten baulichen Zustand erhalten und weist über dem Hauptportal das Erbauungsjahr 1717 auf. Im Innern sind noch aus jener Zeit u. a. ein Ölgemälde des hl. Konrad und verschiedene holzgeschnitzte Figuren erhalten.  So stehen auf dem Hochaltar eine Konradsfigur aus der Barockzeit und auf dem Seitenaltar eine schöne Schmerzensmutter der Feuchtmayer-Schule.

Unter Pfarrer Strobel wurde die Kapelle restauriert; nach dem Krieg erhielt sie einen neuen Turm. Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiert Wiechs sein Konradifest. 

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