Räum – und Streupflicht im Winter

Der Winter hält nun langsam Einzug in Steißlingen. Vor dem ersten starken Schneefall informieren wir Sie über den Räum- und Streudienst der Gemeinde und weisen auch auf die Verpflichtung der Straßenanlieger zum Schneeräumen und Bestreuen der Gehwege hin.
  • Räumung durch die Gemeinde

Die Schneeräumung erfolgt nach einem genau festgelegten Plan. Jedes Fahrzeug hat eine genau vorgeschriebene Fahrstrecke, die sich an der Wichtigkeit der Straßen orientiert. Hierbei haben Straßen für den Busverkehr, Straßenkreuzungen und die Hauptverbindungs-straßen im Ort Vorrang vor den Straßen in Wohngebieten. Besondere Priorität genießen auch Straßen, die Steigungen oder gefährliche Kreuzungen aufweisen.

  • Vorsichtiges und rücksichtsvolles Fahrverhalten ist geboten

Sie sind als Fahrzeugführer gefordert, bei winterlichen Straßenverhältnissen durch vorsichtiges und rücksichtsvolles Fahrverhalten selbst zu einem reibungslosen und möglichst unfallfreien Verkehrsablauf beizutragen und Ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen.
Zudem möchten wir Sie als Autofahrer darauf aufmerksam machen, darauf zu achten, wie und wo Sie Ihr Fahrzeug parken, damit der Schneepflug auch durch die Straße kommt.

  • Zur Verpflichtung der Anlieger

Nach unserer Satzung sind Sie verpflichtet, die Gehwege in einer Breite von 1,50 m zu räumen bzw. bei Schnee- und Eisglätte zu bestreuen. Falls Gehwege nicht vorhanden sind, gelten als Gehweg die seitlichen Flächen am Rande einer Fahrbahn in einer Breite von 1,50 m. Die Gehwege müssen montags - freitags bis 7.00 Uhr, samstags bis 8.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 9.00 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt, zu räumen und zu streuen. Bei Eckgrundstücken gilt die Räum- und Streupflicht an beiden Straßen. Öffentliche Treppenanlagen und Verbindungswege sind Gehwege und von den Angrenzern zu  räumen bzw. zu streuen.
Sehr wichtig ist, dass nicht nur die Gehwege frei geräumt sind, sondern ebenso Zugänge zur Straße, insbesondere an Fußgängerüberwegen, Straßenkreuzungen oder Bushaltestellen geschaffen werden, um auch Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, trotz Schnee ein gefahrenfreies Durchkommen zu ermöglichen. Werden Gehwege durch eine Straßeneinmündung unterbrochen, muss auch dieser Straßenabschnitt für Fußgänger durchgängig sein.
Die Pflicht endet um 20.00 Uhr.

Bitte häufen Sie den geräumten Schnee und das aufgetaute Eis an den Rand des Gehweges bzw., wenn kein Gehweg vorhanden ist, an den Fahrbahnrand. Werfen Sie den Schnee auf keinen Fall in die Fahrbahn, denn sobald das Räumfahrzeug durchgefahren ist, würde dieser wieder vor Ihrer Haustüre liegen. Beachten Sie auch, dass es sich bei unseren Räumfahrzeugen oft nicht vermeiden lässt, dass die eben von Ihnen geräumte Grundstücksausfahrt beim Räumen der Straße wieder teilweise zugeschoben wird.

Bei Tauwetter ist dafür zu sorgen, dass die Straßenrinnen und –einläufe frei sind, damit das Schmelzwasser abziehen kann.

Zudem haben Sie dafür zu sorgen, dass das Lichtraumprofil entlang von öffentlichen Straßen und Wegen eingehalten wird. D. h. Äste dürfen auch mit Schneelast nicht in den Verkehrsraum hineinragen. Der Verkehrsraum ist bei Straßen 4,50 m und bei Geh- und Radwegen 2,30 m bzw. 2,50 m.

  • Streusplittbehälter

Um Sie bei der Einhaltung der Streupflicht zu unterstützen, stellen wir jährlich innerhalb der Gemeinde ca. 60 Streusplittbehälter auf, aus denen Sie den Splitt in Haushaltsmengen entnehmen können. Wenn Sie Streusplitt bei Glätte auf Ihrem Gehweg verwendet haben, können Sie diesen nach dem nächsten Tauwetter wieder zusammenkehren und so erneut verwenden.


Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Dezember 2017

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