Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 14.06.2021

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates am 14.06.2021

 

Erfahrungsbericht aus dem Familienzentrum

 

Frau Benzing-Schoof begann im September 2019 beim Familienzentrum Storchennest ihre Beschäftigung als Elternberaterin (30% Arbeitsumfang) und stellt sich und ihre Arbeit gemeinsam mit der Leitung des Familienzentrums, Frau Gnann, dem Gemeinderat vor.

Der öffentliche Beschluss des Gemeinderates vom 14.01.2019 hatte den Startschuss gegeben, das Kinderhaus Storchennest zu einem Familienzentrum weiter zu entwickeln. Anregungen hierzu kamen u. a. seitens der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie BW, welche das Qualitätsprädikat „Familienfreundliche Kommune Plus“ verleiht. Auch die Kindergartenleitungen beider Tageseinrichtungen am Ort wurden zunehmend mit Aufgaben einer Familienberatung belegt, sodass der Wunsch nach einer solchen Einrichtung sehr begrüßt wurde.

Das Land unterstützt den Weiterentwicklungsprozess von Kindertageseinrichtungen zu einem Kinder- und Familienzentrum mit einer Anschubfinanzierung. Mit diesen Fördermitteln werden personelle Ressourcen, notwendige Fortbildungsmaßnahmen sowie Sachmittel und Leitungszeit/Leitungsfreistellung bezuschusst. Die Förderdauer ist auf insgesamt maximal vier Jahre pro Einrichtung ausgelegt und umfasst zwei Stufen:

  • Anschubförderung der Einrichtung mit einer Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von 10.000 € jährlich.
  • Anschlussförderung für die Verstetigung mit einer weiteren Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von 2.000 € jährlich.

Die Gemeinde Steißlingen hat für den Zeitraum 2019 – 2021 bereits 22.000 € Fördergelder erhalten und wird für das Jahr 2022 eine letztmalige Förderung i. H. v. 2.000 € bekommen. Die langfristige finanzielle und personelle Verantwortung obliegt dem Träger. Über den Landkreis wird es möglich sein, auf Antrag eine weitere finanzielle Unterstützung von rund 2.500 € jährlich für eine Teilzeitstelle von 30% zu erhalten. Die jährlichen Zusatzkosten für den Betrieb des Familienzentrums betragen rund 23.000 €.

Frau Benzing-Schoof und Frau Gnann berichten außerdem über ihre Arbeit zu Zeiten der Corona-Pandemie. Hier fehlen vor allem die Gespräche zwischen Tür und Angel, um den Kontakt zu den Eltern beizubehalten.

Ein Mitglied des Gremiums möchte wissen, wie die Zusammenarbeit mit dem Katholischen Kindergarten St. Elisabeth aussieht und ob Frau Benzing-Schoof dort ebenfalls tätig ist. Frau Benzing-Schoof antwortet, dass sie auch für Eltern, Kinder und Betreuungskräfte des Katholischen Kindergartens zur Verfügung steht. Sie hat sich und ihre Arbeit dort vorgestellt und erläutert, wie man sie erreicht. Es gab bereits einige Kontakte, aber es sind wenige. Frau Gnann ergänzt, dass immer wieder im Blättle darauf hingewiesen wird und man den Katholischen Kindergarten von Veranstaltungen und Workshops wissen lässt. Der Beratungsbedarf ist eventuell unterschiedlich, da der Betreuungsumfang der Kinder und die Berufstätigkeit der Eltern unterschiedlich ist. Außerdem fehlen dort – auch ohne Corona-Pandemie – die wichtigen Tür- und Angelgespräche, in denen die Eltern ein Vertrauensverhältnis zu Frau Benzing-Schoof aufbauen können. Nach einem solch niederschwelligen Kontakt sinkt oft die Hemmschwelle, sich direkt für eine Beratung zu melden.

Ein weiteres Mitglied des Gremiums hinterfragt die Uhrzeit für den Elterntreff um 14.15 Uhr bei berufstätigen Eltern und möchte wissen, ob eine spätere Uhrzeit nicht besser wäre. Frau Benzing-Schoof erklärt, dass auch Abendtermine angeboten werden. Der Elterntreff mittags wird jedoch sehr gut angenommen. Viele Eltern arbeiten halbtags oder auch Schicht und können dann zum Termin kommen.

Der Bürgermeister bedankt sich am Ende des Erfahrungsberichts beim gesamten Team des Storchennests, insbesondere für die wichtige Arbeit während der Corona-Pandemie. Der Bürgermeister betont, dass die Gemeinde dankbar für die Anschubfinanzierung des Landes ist. Dennoch ist eine längere und vor allem unbürokratische Unterstützung der Gemeinde notwendig.

Beschluss:

Der Gemeinderat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

 

 

Vergaben Breitbandausbau Tiefbauarbeiten und Leerrohrverlegung

 

Wie bereits in der Gemeinderatssitzung am 17.05.2021 ausgeführt, wurden die Tiefbauarbeiten mit Verlegung der Leerrohre für die Breitbanderschließung der Bereiche Wiechs, Schoren, Pilgern, Mindlestal, Maiershöfe und dem Bereich Mühlenweg öffentlich ausgeschrieben und sollen nun vergeben werden.

 

Insgesamt haben sich 5 Firmen am Wettbewerb beteiligt. Die Submission fand am 20.05.2021 statt.

Allen Bietern kann die Leistungsfähigkeit sowie die Fach- und Sachkunde für die geforderten Arbeiten bescheinigt werden.

 

 

Nebenangebot: Fa. Maier Bau GmbH, Dettighofen                        1.190.000,00 €

 

Die Fa. Maier Bau hat zusätzlich zum Hauptangebot ein zugelassenes Nebenangebot mit einer Pauschalsumme abgegeben. Dieses Angebot beläuft sich auf die Brutto Summe von 1.190.000 € und ist das wirtschaftlichste Angebot.

 

Vergabevorschlag:           Fa. Maier Bau GmbH, Dettighofen

 

Ein Mitglied des Gremiums möchte wissen, ob alle Anbieter die Möglichkeit haben ein Nebenangebot abzugeben. Herr Weber bejaht dies. Diese Option muss bei einer Ausschreibung generell angeboten oder ausgeschlossen werden. Hier war es möglich. Auch die Fördergeber (Land und Bund) lassen solche Pauschalangebote zu – das wurde bereits abgeklärt. Das Mitglied des Gremiums fragt anschließend, ob sich damit nun keine Mehrkosten mehr ergeben können. Herr Weber stimmt dem zu; die Kosten sind mit dem Pauschalangebot gedeckelt.

 

Ein weiteres Mitglied des Gremiums fragt, wann der Beginn der Maßnahme geplant ist. Herr Weber antwortet, dass diese im September beginnt. So stand es auch in der Ausschreibung. Die Firma Maier braucht laut eigener Aussage ca. 10-12 Wochen. Das ist realistisch und die schnelle Umsetzung ist natürlich das Ziel der Gemeinde.

 

Ein weiteres Mitglied des Gremiums möchte wissen, ob es einen Unterschied in der Leistung bei diesem Pauschalangebot gibt. Herr Weber antwortet, dass es sich hier nicht um eine andere Leistung, sondern nur um eine andere Abrechnung handelt. Der Bieter nimmt die Baumaßnahmen in Abstimmung mit der Gemeinde vor, er muss aber nicht jedes Aufmaß nachweisen. Dieses muss die Gemeinde ohnehin noch einmal separat für den Fördergeber auflisten und nachweisen. Es muss daher nicht doppelt gemacht werden. Die Gemeinde hat keine Nachteile; es ist eher eine Vereinfachung.

 

Ein weiteres Mitglied des Gremiums versichert sich, dass dieses Angebot also nicht nur günstigster, sondern auch sicher in der Planung ist. Herr Weber bejaht dies. Durch den Pauschalpreis gibt es Kostensicherheit. Man verlässt sich hier außerdem auf den Ingenieur Raff, der das Projekt begleitet und die Firma Maier hat Erfahrung in diesem Bereich.

 

Ein weiteres Mitglied des Gremiums spricht den Förderzeitraum bis 2021 an und fragt, ob es problematisch ist, dass die Arbeiten höchstwahrscheinlich erst Anfang 2022 abgeschlossen sein werden. Herr Weber antwortet, dass man bereits die Zusage erhalten hat, dass die Gemeinde die Förderung erhält – auch, wenn erst Anfang 2022 fertiggestellt wird.

 

Beschluss:

Der Gemeinderat vergibt den Auftrag für die Breitbanderschließung, Tiefbau- und Kabelverlegearbeiten auf Grundlage der geprüften Angebote zum Angebotspreis von brutto 1.190.000,00 € an die Fa. Maier Bau GmbH, Dettighofen.

 

Baugesuche

 

Einem Bauantrag über den Teilabbruch einer Scheune sowie dem anschließenden Neubau eines Mehrfamilienhauses wird zugestimmt.

 

Einem Bauantrag im vereinfachten Verfahren über den Neubau eines Wohnhauses wird zugestimmt.

 

Einem Bauantrag über den Einbau von Garagen, Lager und Sozialräumen in eine bestehende Überdachung wird zugestimmt.

 

Einem Bauantrag im Kenntnisgabeverfahren über den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Einliegerwohnung wird zugestimmt.

 

Einem Bauantrag im vereinfachten Verfahren über den Neubau von 4 Stahlbetongaragen wird zugestimmt.

 

Einem Bauantrag über die Erweiterung des Wohn- / Essbereichs am bestehenden Wohnhaus sowie der Verlegung der Terrasse wird zugestimmt.

 

Bekanntgaben

 

  • Bürgermeister Mors berichtet, dass diesen Donnerstag der zweite Impftag in Steißlingen stattfindet, bei dem alle Teilnehmenden des ersten Impftags vom 06. Mai 2021 nun ihre Zweitimpfung erhalten.
  • Des Weiteren werden am Ende des Monats die Arbeiten für die beiden Ladepunkte für E-Mobilität am Rathaus und Bauhof fertiggestellt. Diese werden durch die Stadtwerke errichtet und es wird zu gegebener Zeit eine Einweihung stattfinden. Vor dem Rathaus wird den Bürgerinnen und Bürgern bald ein VW ID 3 als Car-Sharing-Fahrzeug zur Verfügung stehen. Betreiber des Car-Sharing-Angebots sind die Stadtwerke Radolfzell.

Sitzungsbeilagen


Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.